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29.10.2015 .

„Wer Adblocker nutzt, sollte wissen, was er tut“

In der aktuellen Diskussion um die Verwendung von „Adblockern“ - also Software, die dafür sorgt, dass Werbung auf besuchten Webseiten unterdrückt wird - klaffen die Interessen und Positionen zwischen Websitebetreibern und Adblocker-Anbietern weit auseinander. Der DDV setzt sich für die Freiheit des Verbrauchers ein, der selbstbestimmt, eigenverantwortlich und wohl informiert über seine Handlungen entscheidet. Dieses Leitbild des „mündigen Verbrauchers“, das der EuGH seit 2005 als grundlegenden Bewertungsmaßstab definiert hat, kommt auch beim Einsatz von „Adblockern“ zum Tragen.

Der zunehmende Einsatz von „Adblockern“ führt zu empfindlichen Umsatzeinbußen für Verlage und Medienunternehmen. Dem steht das berechtigte wirtschaftliche Interesse dieser Webseitenbetreiber gegenüber, die ihre digitalen Inhalte zu großen Teilen über Werbung finanzieren. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die ersten Medienunternehmen bereits damit begonnen haben, ihre Webseiteninhalte nur noch gegen ein Entgelt anzubieten. Andere Geschäftsmodelle, wie die Einführung einer Art monatlicher „Mediengebühr“ (ähnlich der Rundfunkgebühr), die der Nutzer an einen Zusammenschluss der Medienanbieter entrichten müsste, werden bereits diskutiert.

2005 hat der EuGH mit der Abkehr vom Leitbild eines schutzwürdigen, unkritischen Verbrauchers das Leitbild des „mündigen Verbrauchers“ geprägt. Der DDV bekennt sich zu diesem Leitbild, das seitdem u.a. als Maßstab bei Gerichtsentscheidungen herangezogen wird. Danach ist bei Bewertungen abzustellen auf einen Verbraucher, der wohl informiert und frei entscheidet und sich über die Konsequenzen seines Handelns stets bewusst ist. Eine Abkehr von diesem Leitbild wollen wir nicht, führt es doch zwangsläufig zu einer Bevormundung des Verbrauchers, im Zweifel durch den Staat.

Dazu äußert sich DDV-Präsident Patrick Tapp: „Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er einen Adblocker nutzt, um Werbeinhalte im Internet auszublenden. Der DDV bekennt sich zu einer liberalen, freien Gesellschaft und einem mündigen Verbraucher, der weiß was er tut und welche Folgen das hat. Wer jedoch werthaltigen Content erwartet und nutzt, muss auch bereit sein, eine faire Gegenleistung dafür zu erbringen: entweder, indem er Werbung zulässt, oder aber, indem er für den Inhalt zahlt - tut er das nicht, muss er zukünftig mit einem Verlust an Qualität bei frei zugänglichem Content rechnen.“

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